Jenny und Tina in Irland
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Nein, ich schäme mich nicht! Stell dir vor, das ist Sonnenbrand!

Um mal nebenbei die Fragen der Kommentare zu beantworten: es war erst nicht geplant lange in Galway zu bleiben, aber wir haben schnell gemerkt, dass man von da aus viel in der Region herumreisen kann und da wir auf diese Weise unser schweres Gepäck im Hostel von Galway lassen konnten, war es so doch viel praktischer die Gegen zu erkunden, als wenn wir jeden abend umgezogen wären. Dafür nahmen wir auch vier Nächte das komische Galway City Hostel in Kauf. (nur bedingt zu empfehlen, vor allem wenn man so gruselige Leute im selben Schalfsaal hat wie wir)

Mit etwas Sonne haetten wir am Anfang des nächsten Tages nicht gerechnet, denn es war ziemlich regnerisch, schlafen war auch wieder nicht so einfach, weil um 5 Uhr morgens eine Herde "Elefanten" den Schlafsaal verließ. Aber mittlerweile haben wir gelernt, dass das gute Wetter in Weiser Voraussicht uns meist vorauseilt und an unserem Zielort wartet.

Nach einer recht wackeligen Überfahrt auf die Insel Inishmore (die größte von den drei Aran Islands), mussten wir erstmal das Hostel finden, das wir von Galway aus schon gebucht hatten. Eine große Straße führte aus dem Hafenort Kilronan den Hügel hinauf raus und wand sich um etliche Kurven. Hinter jeder Kurve, so hofften wir, müssten doch nun endlich, endlich dieses Hostel stehen. Gezählt haben wir die Kurven nicht, aber es waren viiiele.

Dafür war das Hostel dann erstaunlich nett und etwas heller und schöner als das in Galway. Nachdem wir unser Zeug abgeladen hatten, folgten wir gleich der Straße weiter. Laut der Karte sollten wir nun auf einer Straße sein, die an der nördlichen Küste von Inishmore entlangführt. Wir ärgerten uns üeber die Ungenauigkeit der Karte, auf der das Meer so viel näher aussah, als es tatsächlich war - bis uns klar wurde, dass wir auf der Straße durch die Mitte der Insel liefen. Dumm gelaufen, aber sie führte uns direkt an eine wunderschöne Bucht.

Und man staune: es wurde richtig, richtig sonnig. Der Wind sorgte dafür, dass man nicht schwitzte, aber wir setzten uns sofort in die Bucht und machten eine schöne Pause. Aber das Wasser war sogar zu kalt, um laenger als 3 Sekunden seine Zehen reinzustrecken.
Unterdessen machte eine Gruppe "High School Musical Kids" komische Fotos am Strand und sie unterhielten uns ganz gut, mit ihren Versuchen tolle Posen auf ihren Fotos zu machen.

Irgendwann wurde die Bucht, so schön sie war, etwas einseitig und obwohl wir zuvor total fertig gewesen waren, entschlossen wir uns weiter zu laufen, bis nach Dún Aonghasa (oder Dun Angsthase, wie Jenny immer wieder las). Dabei handelt es sich um eine uralte Rundfestung direkt an den Klippen. Nach langem Überlegen, investierten wir den 1€ Eintritt.

Und das lohnte sich. So steil der Aufstieg auch war, die Attraktion war es wert. Allerdings bestand die Attraktion weniger in dem runden Steinwall, den man laut Schild nicht mal beklettern durfte (wobei uns sowas ja bekanntlich selten abhält) - das tollste waren die Klippen. Ohne Begrenzung ging es steil tief hinab und es gab einige tolle, teils gefährlich aussehende Fotos. Außerdem machten wir ein Foto in einem Loch in der Mauer und überlegten lange, ob wir damit unserem Motto, Verbote zu übertreten, gerecht geworden waren. Wir waren ja nicht wirklich "auf" das Monument geklettert (was ja verboten war), sondern eher "hienin".

Der Rückweg führte dann endlich über die Küstenstraße und vorbei an einer "Seal Colony", auf der man zu Ebbezeiten angeblich ganz super tolle viele Seehunde sehen sollte. Tja, es war tatsächlich tiefste Ebbe-Zeit, aber nicht ein Vieh lag da und auch unser Kletteren auf steinigen Wegen, brachte uns den Tierchen nicht näher. Wassertiere scheinen uns nicht besonders anziehend zu finden, dafür sind uns die Schafe wenigstens überall treu.

Als wir endlich in Kilronan angekommen waren, waren wir ziemlich ko. Nach einem Imbiss aus dem Supermarkt, wurden wir unerwartet von einem Iren angesprochen, der Jennys Dortmund-Jacke bestaunte und Dortmund sogar kannte. Jenny war dabei ziemlich rot und uns fiel zum ersten Mal auf, dass wir - vermutlich vom starken Wind - eine gute Gesichtsfarbe bekommen hatten.

Ein sehr schöner Pub auf dem Weg zum Hostel warb mit Live music für diesen Abend. Bevor wir uns da reinsetzen wollten, suchten wir den vermutlich einzigen Supermarkt der Insel (einen Spar, welch Überraschung) auf, um uns was Essbares zu kaufen. Und da wir kurz vorm Hungertod standen, belegten wir sofort den Tisch vorm Spar und aßen dort. Jenny - in ihrer Jacke mit dem "Dortmund"-Schriftzug - erlebte dort dann den Höhepunkt ihres Tages, als sie von einem Einwohner angesrochen wurde, ob sie aus Dortmund käme und das wäre doch der Ort mit dem "famous footballclub from Germany, right?".

Im Pub waren auch schon Mikrofon etc. aufgebaut und mit Bier und Cola machten wir es uns gemütlich und versuchten vergeblich einen irischen Satz an der Wand mit Tinas Mini-Irish-Wörterbuch zu übersetzen. Aus der Musik wurde leider nichts. Wir saßen lange da rum und warteten, doch nichts geschah und schließlich beschlossen wir doch unser Bett aufzusuchen, da am nächsten Tag die Fähre sehr früh zurück fahren würde. Sehr, sehr schade.

War recht lustig im völlig Dunklen zurück zum Hostel zu laufen. Klar, auf so einer niedlichen Insel mit gerade mal drei Straßen lohnt sich die Installation von Straßenlaternen einfach nicht. War aber nicht schlimm, denn wir hatten das Gefühl im Dunklen zu glühen.
Als wir im Hostel ankamen, lüftete sich langsam das Geheimnis. Unsere glühenden Gesichter, für die wir zunächst die starke Wärme im Pub verantwortlich gemacht hatten, war ein handfester, knallharter Sonnenbrand im Gesicht. Bei der eisigen Kälte und dem ständig diesigen Wetter, waren wir einfach nicht auf die Idee gekommen, dass dieser recht sonnige Tag so eine Wirkung haben könnte. Nur wenn mans nicht wusste, sah es ein bisschen aus, als würden wir uns ganz schön für irgendwas schämen...
Dennoch, oder gerade wegen des außergewöhnlichen Wetters, kann man sagen:

Mission Irland - Tag fünf: gelungen.



Vor der Abfahrt auf der Fähre - auf See war die Sonne plötzlich weg.


Die wahrscheinlich breiteste Kuh Irlands.


Tina versuchte sich an diesem Tag mehrfach in der Fotografie von Kleintieren.




Unser schöner Strand. Auf dem Rückweg entdeckten wir sogar eine kleine Hochzeitsgesellschaft, die dort Fotos machte.



Faszinierende Fotos vom Klippenrand von Dún Aonghasa nach unten.




Jenny hing schon mit einem Beim überm Abgrund.´


Diese steinernen Stachel befanden sich auf dem gesamten Hügel - so sollten früher Angreifer abgewehrt werden.


"Do not climb this monument" - also raufkletteren soll man nicht? Und reinkletteren?


Das ist eine Mauer, eine Weidenmauer, die Kühe davon abhalten soll, wegzulaufen. Vielleicht hat man sich dabei gedacht: weit kann die Kuh nicht laufen.


Diese Ponys wussten was Touris sind und machten extra eine große Show für uns, als wir vorbeikamen.


Antikes Klohäuschen oder mittelalterliche Telefonzelle?


Sehr gut getroffen, das Bier verdeckt Jennys Cola so gut, dass man glauben möchte, es ist ihres. Aber...


... das hätte Tina nicht zugelassen.


Offenbar müssen auch irische Pubs ein wenig weltoffenes, internationales Flair zeigen.
29.8.09 20:05
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


schokoBon (4.9.09 11:19)
ach ist das süüüß, die mädels mit roten wangen =)

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