Jenny und Tina in Irland
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You shall not pass!

Nach dem ersten Rundgang in Galway war uns klar: wir muessen mal raus. Fuer uns Naturfreunde lag da ein Besuch des groessten Naturwunders im Burren (bedeutet uebrigens: felsiges Land, wer haette das gedacht) nahe: die Clipps... ne, Kliffen, arh... Cliffs oder Klippen of Moher.

Nach einer nervenzehrenden Nacht ohne viel Ruhe und maximal drei Stunden Schlaf (wir schlafen mit 10 weiteren Leuten in einem Saal und obendrein sind die Betten etwas komisch), waren wir trotzdem erstaunlich ausgeruht und standen noch bevor der Wecker klingeln sollte auf. Unser Bus zu den Klippen sollte um 10:30 fahren und waehrend wir warteten, wurden wir in ein Gespraech mit einem netten, aelteren Iren gezogen, der uns stolz seinen Freifahrschein fuer ueber 65-jaehrige praesentierte. Fazit: Rente in Irland verbringen lohnt sich.

Nach einer extrem verschaukelten, fast 2-stuendigen Fahrt kamen wir an den Klippen an und bestiegen voller Tatendrang das kleine Huegelchen mit dem Tuermchen. Dort oben mussten wir uns zunaechst mit Haken sichern, um nicht wegzufliegen. Naja, das mit den Haken stimmt nicht so ganz, aber wir mussten uns mehrmals aneinander festhalten und einfach stehen bleiben war praktisch unmoeglich. Beweisfotos gibt es auch.

Wir waren extra mit einem teureren Bus gefahren, der uns mehr Zeit an den Klippen liess. 2 Stunden konnten sich unmoeglich lohnen. Als wir dann schliesslich dem Pfad die Klippen entlang folgten, zeigte sich, wieso diese 2 Stunden so falsch nicht waren: der Pfad war nach wenigen hundert Metern gesperrt. Die Umrandung des Weges durch Felsplatten versperrten uns den Weg und ein unuebersehbares Schild bat darum, nicht weiterzugehen. Wir uebersahen es trozdem und auf unerklaerliche Weise muessen wir wohl ueber die Umrandung geflogen sein.

Vermutlich lag es an dem extremen Wind: der Wind sorgte uebrigens auch fuer "Regen". Er war so stark, dass Gischt vom Meer die 300 Meter hohen Klippen hochgewirbelt wurden und uns duschte.

Immerhin waren wir nicht allein auf dem Pfad, auch andere konnten ihren Abenteuerdrang nicht zurueckhalten, jedoch zog es die wenigsten weiter als ueber die erste Kurve. Nach dem Motto "Wenn schon, denn schon", setzten wir uns den Turm, weit, weit am anderen Ende der Klippen zum Ziel. Das war ein wenig utopisch, zumal der Wind uns teilweise zwang auf eine angrenzende Kuhweide auszuweichen. Immerhin kamen wir soweit, dass Tina ihr herbeigesehntes Foto von dem Turm machen konnte.

Der Rueckweg ging dann schneller, wir waren ja mittlerweile geuebte Kletterer und hatten ausserdem Rueckenwind - so sehr, dass wir mit einem kleinen Sprung in die Luft auf der Kuhweide fliegen konnten.

Allerdings haben wirs versaeumt das Umgehen von Schlamm auch zu ueben. Als wir wieder am Besucherzentrum ankamen, stand uns buchstaeblich auf Beine und Schuhe geschrieben, dass wir den verbotenen Pfad gegangen waren. Geisterhaft, wie es die anderen Leute nur schafften, den Matsch von sich fern zu halten. Zum Glueck war es dunkel im Besucherzentrum.

Aber eigentlich konnten die sich ja denken, dass so ein Schild kein gutes Hindernis ist, es gab ja sogar neben der Mauer schon einen Weg, der daran vorbei fuehrte. Vielleicht haetten sie einen Security Menschen da hin stellen sollen oder eine Art Gandalf Figur, die einen mit staendigen "You shall not pass!"-Rufen zurueckhaelt. Waere unterhaltsam gewesen, aber wir waren doch froh, diesen Ausflug unternommen zu haben.

Mission Irland - Tag zwei: gelungen.

 

wiiiiindig!

 

Jenny: "Das sieht so aus, als würden da Meerjungfrauen wohnen."

Hä, wie jetzt? Kapier ich nicht...

Es ging schon ganz schön steil hinunter, aber wir waren richtige Kletterschafe.

Das letzte Bild, bevor es wieder zurück ging. Der starke Wind und die Abfahrstzeit von unserem Bus ließen uns nicht weitergehen.

Nah am Klippenrand. So richtig lebensmüde wie manch andere waren wir aber nicht. Die Pfütze ist übrigens nicht vom Regen, sondern vom Meerwasser, das an den Ecken von ganz unten hochgewirbelt wird.

Tina versucht sich als Natur- und Tierfotografin. Die Möwe fand es sicher lustig, jedenfalls schwebte sie ziemlich lange an der Klippe unter ans, als würde sie drauf warten, geknipst zu werden.

26.8.09 21:51
 


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